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Die Türkei wird Überweisungen von Stablecoins einschränken und Verzögerungen bei Auszahlungen einführen

24 Juni 2025

Die türkischen Behörden bereiten einen schweren Schlag gegen Geldwäsche über Kryptowährungen vor. Das Ministerium für Finanzen und Schatzamt unter der Leitung von Mehmet Şimşek plant, alle Krypto-Börsen zu verpflichten, jede Transaktion eingehend zu prüfen. Der Nutzer muss bei der Überweisung von Stablecoins oder Bitcoin den Zweck der Transaktion mit mindestens zwanzig Zeichen beschreiben, damit die Plattform nachvollziehen kann, woher die Mittel stammen und wohin sie fließen.

Wenn die „Travel Rule“ nicht eingehalten wird, verzögert sich die Auszahlung automatisch um zwei Tage in den regulären Fällen und um drei Tage bei der ersten Auszahlung von einem neuen Konto. Experten gehen davon aus, dass diese Maßnahme Versuche unterbinden wird, illegale Beträge schnell zu transferieren, und so das Risiko finanzieller Betrügereien verringert. Die Plattformen erhalten sämtliche Transaktionsdaten und können verdächtige Vorgänge bei Bedarf blockieren.

Neben den neuen Informationsanforderungen wollen die Behörden großvolumige Überweisungen von Stablecoins begrenzen. Es wurde ein Tageslimit von 3.000 USD und ein Monatslimit von 50.000 USD eingeführt. Bei vollständiger Einhaltung der Identifikations- und Verifizierungsregeln können beide Beträge verdoppelt werden. Zuwiderhandelnde Anbieter riskieren Lizenzentzugsverfahren, gerichtliche Auseinandersetzungen oder sogar die vollständige Schließung ihres Projekts.

Gleichzeitig versichern die Amtsträger, ehrliche Trader und Market Maker nicht zu behindern. Transaktionen zur Bereitstellung von Liquidität für Market Making und Arbitrage bleiben unter strenger interner Kontrolle von Beschränkungen ausgenommen. Die neuen Regeln sollen den türkischen Kryptowährungsmarkt für normale Nutzer sicherer machen und die Regulierung an die Praxis in Europa und den USA anpassen.

Erinnern wir daran, dass seit Ende Februar dieses Jahres alle Transaktionen über 15.000 türkische Lira einer verpflichtenden Identitätsverifizierung unterliegen. Offenbar werden die Vorschriften nun noch strenger, und undurchsichtige Schemata stoßen auf ein endgültiges Ende.