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Sechs von zehn Einwohnern Südkoreas wählen Bitcoin

30 Juni 2025

Laut einer Studie des Finanzinstituts Hana, veröffentlicht am 29. Juni 2025, erwerben bereits über 25 % der südkoreanischen Bevölkerung im Alter von 20 bis 50 Jahren digitale Vermögenswerte und verwenden im Durchschnitt 14 % ihres Anlageportfolios dafür.

Spitzenreiter beim Anteil der Kryptowährungsbesitzer sind rund 40-Jährige – 31 % der Befragten in dieser Altersgruppe besitzen digitale Münzen. Es folgen Anleger im Alter von 30–39 Jahren mit 28 %, und bei den über 50-Jährigen liegt der Anteil der Besitzer bei 25 %.

78 % der Anleger in der älteren Alterskategorie nutzen Kryptowährungen zum Vermögensaufbau, und 53 % sind der Ansicht, dass dies eine sorgenfreie Alterssicherung unterstützt.

70 % der Befragten beabsichtigen, ihre Investitionen in digitale Vermögenswerte auszubauen, wobei 42 % bereit sind, das Volumen zu erhöhen, falls traditionelle Finanzunternehmen in den Markt eintreten, und 35 % von den Behörden klare Regeln und verlässlichen rechtlichen Schutz erwarten.

Das gefragteste Asset bleibt Bitcoin – 60 % der Umfrageteilnehmer kaufen ihn. Mit wachsender Erfahrung beginnen viele, ihr Portfolio zu diversifizieren, indem sie Altcoins und Stablecoins hinzufügen, während Token-Aktien und nicht-fungible Token (NFT) weiterhin Nischenprodukte bleiben.

Trotz des wachsenden Interesses sorgen sich 56 % der Anleger über die hohe Volatilität, und als Hauptbeschränkung nennen sie die geltenden Regelungen, die nur die Verknüpfung eines einzigen Bankkontos mit einer Börse erlauben.

Die hohe Jugendarbeitslosigkeit treibt zudem viele dazu, alternative Einkommensquellen zu suchen und in Kryptowährungen eine Chance zu sehen, die Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt auszugleichen.

Ende Mai dieses Jahres hob die Financial Services Commission das im Dezember 2017 eingeführte Verbot auf und erlaubte Unternehmen den Verkauf digitaler Vermögenswerte, was einen wichtigen Schritt bei der Integration von Kryptowährungen in das nationale Finanzsystem darstellt.

Parallel bereiten die Behörden neue Regeln für grenzüberschreitende Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten vor, die laut den Plänen des Regulators in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres in Kraft treten sollen und eine verpflichtende Registrierung sowie regelmäßige Berichterstattung der Marktteilnehmer außerhalb des Landes vorsehen.