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Die Familie des Paymium-CEO war Ziel eines fehlgeschlagenen Angriffs im Zentrum von Paris

14 Mai 2025

In der grauen Dämmerung des frühen Morgens 13. Mai 2025 im 11. Arrondissement von Paris drei maskierte Männer sprangen aus einem als Chronopost-Fahrzeug getarnten Lieferwagen und versuchten, die 34-jährige Tochter des Gründers der Kryptobörse Paymium zusammen mit ihrem zweijährigen Sohn auf die Straße zu zerren. Es schien, als hätten die Täter jeden Schritt durchdacht, doch der Vater des Kindes zögerte keine Sekunde. Er stürzte zur Hilfe und versuchte verzweifelt, seine Familie zu befreien.

Als klar wurde, dass der Widerstand der wachsenden Menschenmenge sie nicht aufhalten würde, gelang es der Frau, dem Angreifer eine pneumatische Replikpistole zu entreißen und beiseite zu werfen. Ihr Heldentum unterstützten Passanten: einer griff zu einem Feuerlöscher und sprühte das Löschmittel direkt auf die Banditen, ein anderer hob die fallengelassene Attrappe auf. Verängstigt zogen sich die Kriminellen zum Lieferwagen zurück und flohen, ohne sich umzudrehen, durch enge Gassen, wobei sie das Fahrzeug in der Nähe des Tatorts zurückließen.

Die Pariser Ordnungshüter griffen umgehend ein. Alle Zeugen haben bereits ihre Aussagen gemacht, der Lieferwagen wurde zur Untersuchung sichergestellt, und Aufnahmen örtlicher Überwachungskameras werden derzeit von einer spezialisierten Brigade der Staatsanwaltschaft für bewaffnete Raubüberfälle sorgfältig analysiert. Die Ermittler wollen die Drahtzieher ermitteln und klären, ob es sich um einen Einzelangriff oder Teil eines großangelegten kriminellen Netzwerks handelt.

Während die Polizei Beweise sammelt, sind in der französischen Krypto-Community alarmierende Stimmen zu hören. Angriffe auf Personen im Umfeld digitaler Finanzen wiederholen sich mit beunruhigender Regelmäßigkeit. Im Januar dieses Jahres befreiten Spezialeinheiten den Mitgründer von Ledger und seine Begleiterin aus der Gefangenschaft, und Anfang Mai wurde der Vater eines Krypto-Millionärs drei Tage lang als Geisel gehalten, wobei Bitcoin-Lösegeld gefordert wurde. All diese Vorfälle zeigen, dass die Anonymität der Transaktionen und die Schnelligkeit von Kryptowährungsüberweisungen brutale Kriminelle anziehen.

Das Sicherheitsprotokoll bei Paymium ist genauso ausgereift wie seine Handelsmechanismen: Die Börse ist seit 2011 in Betrieb, war eine der ersten europäischen Plattformen zum Umtausch von Bitcoin in Euro, und erhielt im Jahr 2021 den offiziellen Status als Anbieter digitaler Vermögenswerte von der AMF. Heute nutzen Hunderttausende Kunden ihre Dienste, und das Unternehmen ist Teil des Labchain-Konsortiums unter dem Dach der Caisse des Dépôts.

Im Licht der jüngsten Ereignisse denken viele Führungskräfte und Experten der Kryptoindustrie ernsthaft über zusätzliche Schutzmaßnahmen nach – von persönlichen Konvois und geheimen Zugangscodes bis hin zu strenger Kontrolle öffentlicher Erwähnungen der Familie in sozialen Medien. Während die Strafverfolgungsbehörden die Ermittlungen verstärken, muss die Branche gemeinsam dafür sorgen, dass digitale Innovationen nicht in einer Tragödie enden.