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SEC und CFTC haben den Status von Krypto-Assets definiert. BTC, ETH, SOL und XRP gelten nicht als Wertpapiere

18 März 2026

Der Kryptomarkt hat endlich das bekommen, was ihm mehr als zehn Jahre gefehlt hat. Kein Hype. Keine weitere Analystenmeinung. Sondern eine klare Position der Regulierungsbehörden.

Die SEC hat eine Klarstellung zum Status von Krypto-Assets veröffentlicht, und die CFTC hat im Wesentlichen dieselbe Logik bestätigt. Zum ersten Mal sprechen beide Regulierer in die gleiche Richtung. Ohne Widersprüche, ohne doppelte Auslegungen.

Das Wichtigste ist hier nicht einmal die Formulierung. Sondern die Tatsache selbst.

Der Markt hat einen Rahmen erhalten.

Welche Krypto-Assets nicht als Wertpapiere gelten

Kurz gesagt, die meisten bekannten Krypto-Assets gelten nicht als Wertpapiere. Dazu gehören Bitcoin, Ethereum, Solana, XRP sowie eine Vielzahl weiterer Token. Sie werden als digitale Güter betrachtet. Das heißt, Vermögenswerte, deren Preis sich nicht durch Versprechen eines Teams bildet, sondern durch Nachfrage, Netzwerknutzung und die Architektur des Protokolls selbst.

Für die Branche ist das ein bedeutender Wandel.

Lange Zeit befand sich alles in einem Schwebezustand. Projekte wussten nicht, wo die Grenze liegt. Börsen agierten vorsichtig. Investoren berücksichtigten im Risiko nicht nur den Markt, sondern auch den Regulator. Jeder Vermögenswert konnte jederzeit unter eine neue Auslegung fallen.

Nun hat sich diese Unsicherheit verringert. Sie ist nicht vollständig verschwunden, aber beherrschbarer geworden.

Gleichzeitig haben die Regulierungsbehörden dem Markt kein bedingungsloses „grünes Licht“ gegeben. Und genau hier wird es interessant.

Der Token selbst kann kein Wertpapier sein. Doch die Art und Weise, wie er verkauft wird, kann ihn zu einem Anlagevertrag machen. Wenn ein Projekt ein Asset mit Fokus auf Gewinne verkauft und andeutet, dass das Team für Wachstum sorgen wird, greift eine andere regulatorische Logik.

Und das ist ein entscheidender Punkt. Denn es geht nicht um das Asset selbst, sondern um den Kontext.

Darüber hinaus kann sich der Status ändern. Heute ist ein Token mit Erwartungen an das Team verbunden. Morgen wird das Projekt stärker dezentralisiert und dieser Faktor verschwindet. Entsprechend ändert sich auch die rechtliche Bewertung.

Ein solcher Ansatz wurde auf diesem Niveau bisher kaum formuliert.

Was das für Staking, Mining und Airdrops bedeutet

Ein weiterer Punkt, der lange für Diskussionen sorgte, wurde ebenfalls angesprochen. Staking, Mining, Airdrops.

Nach der aktuellen Auslegung gelten sie nicht als Wertpapiertransaktionen. Das reduziert den Druck auf Infrastruktur und darauf basierende Dienstleistungen erheblich.

Es gibt jedoch einen Bereich, in dem Vorsicht bestehen bleibt. Stablecoins.

Einige von ihnen, insbesondere solche mit transparenten Reserven und Bindung an Fiat-Währungen, könnten nicht unter die Wertpapierregulierung fallen. Es gibt jedoch keinen einheitlichen Ansatz. Einige Modelle können weiterhin anders bewertet werden. Hier haben sich die Regulierer bewusst Spielraum gelassen.

Welche Rolle die CFTC dabei spielt

Eine weitere wichtige Ebene in dieser Entwicklung ist die Rolle der CFTC.

Tatsächlich zeichnet sich eine Aufteilung ab. Viele Krypto-Assets wechseln in den Bereich der Rohstoffregulierung. Das bedeutet eine andere Art der Aufsicht, eine andere Kontrolllogik und, was besonders wichtig ist, klarere Spielregeln für große Marktteilnehmer.

Institutionelle Akteure haben genau darauf lange gewartet.

Es ist jedoch wichtig, dieses Ereignis nicht zu überschätzen. Es handelt sich nicht um ein neues Gesetz. Der Kongress hat noch kein endgültiges Regulierungsmodell verabschiedet. Es ist eine Klarstellung, wenn auch eine sehr bedeutende.

Einfach gesagt, das Fundament ist gelegt. Doch das Gebäude befindet sich noch im Bau.

Dennoch ist dies für den Markt bereits ein Wendepunkt.

Zum ersten Mal seit langer Zeit hört die Kryptoindustrie von den Regulierungsbehörden nicht nur Vorwürfe und Klagen, sondern den Versuch, systematisch zu erklären, wie alles funktioniert. Wo die Grenzen liegen. Welche Prinzipien gelten.

Und wenn man es global betrachtet, ist es nicht nur ein Signal für die USA.

Es ist ein Signal für den gesamten globalen Markt.